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28.03.2012 Musiker bringen Publikum zum Staunen

„Tamara Stefanovich am Flügel ist eine große Virtuosin, die auch in den häufigen Kadenzen mit ihren pianistischen Fähigkeiten die schwierige Musik zum Blühen bringt. Dirigent Kristjan Järvi hielt im Konzert die pralle Partitur mit Energie, Jugendlichkeit und Kraft in Bewegung und erreichte so eine sorgsam austarierte orchestrale Interpretation. Das Orchester klang wunderbar, flexibel, ausbalanciert, mit schier stufenloser Dynamik und enormer Klangqualität und Homogenität der Instrumentengruppen. Die 94 Musiker klingen gewaltig und gleichzeitig geschmeidig. Das Werk ist nicht zum kulinarischen Schwelgen, zum genießerischen Zurücklehnen gedacht. Es ist aufregend bis zur letzen Note. Der Zuhörer konnte nur staunen und bewundern.“

Günter Vogel, Schwäbische Zeitung

 

29.03.2012 Meisterhafte Kunst der Balance

„Es ist ein Griff nach den Sternen, sich an Olivier Messiaens ‚Turangalîla’-Symphonie zu wagen, ein achtzigminütiges Riesenwerk, ein visionär-spiritueller, schäumender Hymnus an die Liebe. Die Junge Deutsche Philharmonie griff zur Eröffnung ihrer Frühjahrstournee in der Philharmonie beherzt zu – und holte mit einem Fest orchestraler Virtuosität den Himmel auf die Erde.“

Werner Häuser, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Neue Ruhr Zeitung

 

31.03.2012 Liebesschub: Kristjan Järvi dirigiert die Junge Deutsche Philharmonie

„Olivier Messiaens Turangalîla-Symphonie ist gewaltig, maßlos, überbordend in ihrem Kunst- und Klangwillen – und damit genau das richtige Stück für die Junge Deutsche Philharmonie. In der Philharmonie stürzt sich das Orchester mit Energie und Feuereifer in Messiaens Klangmeer und in die Arme von Kristjan Järvi, des Dirigenten mit dem John-Travolta-Lächeln, dem es gelingt, den Elan zu disziplinieren und in einen Rahmen zu fassen.“

Udo Badelt, Tagesspiegel

 

31.03.2012 Immer wieder flüchten Leute vor Messiaens Musik

„Ein Konzert der Sonderklasse in jeder Beziehung.

Die Junge Deutsche Philharmonie, das hochkarätige Studentenorchester aus Frankfurt am Main, spielte mit außerordentlicher Genauigkeit, Sorgfalt und Temperament, Kristjan Järvi, künftiger Chef des MDR Sinfonieorchesters, tanzte ihm am Dirigentenpult mit Verve und liebevoller Aufmerksamkeit bravourös voran. Jede Note stand gewissermaßen unter seiner verständigen Kontrolle. Das zahlte sich in doppelter und dreifacher Schlagkraft aus.
Die wahrhaft genialische Tamara Stefanovich schlug ihren herausfordernden Part mit Vehemenz in die Tasten.“

Gtl, Berliner Morgenpost

 

03.04.2012 Die Kraft der Maßlosigkeit

„Selten hat eine Aufführung die Suggestion dieser Kraftfelder (Maßlosigkeit, Entgrenzung und Unwiderstehlichkeit) so drängend und totalitätsorientiert zum Ausdruck gebracht wie jetzt die Junge Deutsche Philharmonie unter der Leitung von Kristjan Järvi als Ergebnis ihrer Frühjahrs-Arbeitsphase. Man vermochte sich dieser Intensität in der Alten Oper Frankfurt kaum zu entziehen und es stimmt wieder einmal nachdenklich, welch eine prononcierte Meisterleistung Interpreten gelingen kann, wenn sie über ein befriedigendes Maß an Probenzeit verfügen.“

Harald Budweg, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

03.04.2012 Überrollen und lieben

„Im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt war es jetzt die brillante Junge Deutsche Philharmonie, die unter der Leitung Kristjan Järvis das 80-minütige Werk voll entfaltete. –weniger knochig und zugespritzt als die Aufnahme Hans Rosbauds, weniger schmelzend und farbgesättigt als die Louis Froments – beide noch unter den Auspizien des Komponisten entstanden – war der überbordende, teilweise wie eine Klangwalze die Zuhörer überrollende libidinöse Lärm dieser Liebes-Sinfonie genauso beeindruckend wie die polyrhythmische Topografie einer versonnenen Klang-Erotik. Überragend die pianistischen Exzesse von Tamara Stefanovich, die die halsbrecherischen Vogelstimmen glamourös aus den Tasten befreite. Thomas Bloch spielte souverän die Sphären-Klänge der elektronischen Ondes Martenot.“

Bernhard Uske, Frankfurter Rundschau

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