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Die Junge Deutsche Philharmonie feiert den Jahreswechsel 2022/23 gleich mit zwei Konzertabenden: Das traditionelle 1822-Neujahrskonzert in der Alten Oper Frankfurt wird um eine Veranstaltung im BASF-Feierabendhaus in Ludwigshafen erweitert. Unter der Leitung von Sir Mark Elder geht das Zukunftsorchester auf die Suche nach musikalischen Ursprüngen – Klängen von Volksmusik, welche die vier Komponisten der Konzerte mit musikethnologischem Interesse gesammelt und auf je eigene Weise verarbeitet haben. 

Mit dem Concert Românesc steht ein Stück von György Ligeti auf dem Programm, das zugleich den Auftakt für den Ligeti-Schwerpunkt der Saison 2022/23 bildet. Ligeti wäre 2023 100 Jahre alt geworden, und eine Folge von Konzerten der Jungen Deutschen Philharmonie werden sein kompositorisches Schaffen in verschiedenen Facetten beleuchten: Zwei seiner Klavieretüden bilden den Programmschwerpunkt der Winter-Kammermusik, das Hamburgische Konzert wird bei Frühjahrstournee im März/April 2023 zu hören sein, und die Sechs Bagatellen für ein Bläserquintett eröffnen die Sommer-Kammermusik im Juni 2023. Bei Ligetis Concert Românesc von 1951 handelt es sich um ein frühes Werk des Komponisten, das auf rumänischen Volksmelodien basiert. Es spiegelt, so der Komponist selbst, „meine tiefe Liebe zur rumänischen Volksmusik und zur rumänischsprachigen Kultur schlechthin wider“. Das Stück wurde wegen einiger Dissonanzen, die als nicht systemkonform galten, sofort verboten und erst viele Jahrzehnte später aufgeführt.

Auch Zoltán Kodálys Tänze aus Galanta verarbeiten Motive von ungarischen Volksweisen, die der Komponist in Galanta als Kind von einer „berühmte Zigeunerkapelle, die dem Kinde den ersten ‚Orchesterklang’ einprägte“ hatte spielen hören. Die Folk Songs für Mezzosopran und Orchester von Luciano Berio greifen ebenfalls auf traditionelles Liedgut zurück, nämlich Volkslieder aus aller Welt, die Berio in Notensammlungen aufgespürt hatte oder die ihm selbst vorgesungen worden waren. Dabei übernahm er die Liedstimme fast unverändert in der jeweiligen Originalsprache und komponierte den instrumentalen Part hinzu, der sich von den Liedern in Tonsprache und Klang erheblich unterscheidet. Die überaus anspruchsvollen und abwechslungsreichen Gesangspartien werden von der international gefeierten Mezzosopranistin Fleur Barron gesungen.

Bartóks Konzert für Orchester bildet den Abschluss des Programms. Es gehört zu seinen umfangreichsten und bekanntesten Kompositionen für Orchester. Entstanden im amerikanischen Exil bündeln sich seine kompositorischen Erfahrungen in diesem Spätwerk zu einem vielschichtigen „Fresko des Lebens“, das nicht nur Klänge der fernen, ungarischen Heimat enthält, sondern auch Zitate aus früheren Werken.

FLEUR BARRON
Die singapurisch-britische Mezzosopranistin Fleur Barron, von der Times als „umwerfende Interpretin“ gefeiert, ist eine leidenschaftliche Interpretin von Opern, Kammermusik und konzertanten Werken vom Barock bis zur Gegenwart. Sie erhielt 2022 den Schubert-Preis der Schubertíada und wurde von Het Concertgebouw als "Hemelsbestormer" (Himmelsstürmer) für die Saison 2022/23 ausgewählt. Fleur Barron wurde für mehrere Spielzeiten ab 2022/23 zur künstlerischen Partnerin des Orquesta Sinfonica del Principado de Asturias in Oviedo ernannt, für das sie jedes Jahr mehrere Projekte kuratieren und aufführen wird. Sie wird von Barbara Hannigan gefördert.

SIR MARK ELDER
Sir Mark Elder gehört zu den namhaftesten britischen Dirigenten. Er ist seit 2000 Musikalischer Leiter des Hallé Orchesters in Manchester und seit 2022 Erster Gastdirigent beim Bergen Philharmonic Orchestra. Zwischen 1979 und 1993 war er musikalischer Leiter der English National Opera. Daneben wirkte er von 1989 bis 1994 als Musikalischer Leiter des Rochester Philharmonic Orchestra in den USA und von 1992 bis 1995 als Erster Gastdirigent des City of Birmingham Symphony Orchestra sowie 1982 bis 1985 des BBC Symphony Orchestra. Elder arbeitet mit den international bedeutendsten Orchestern und Opernhäusern zusammen. 1989 wurde er mit dem Order of the British Empire, 1991 mit dem Olivier Award ausgezeichnet. 2008 wurde er zum Ritter geschlagen.

JUNGE DEUTSCHE PHILHARMONIE
Die Junge Deutsche Philharmonie alias das „Zukunftsorchester“ – kreativ, lebendig und voller Tatendrang, die Musikwelt von morgen zu gestalten! Das Orchester versammelt die besten Studierenden deutschsprachiger Musikhochschulen zwischen 18 und 28 Jahren, die mit Herzblut Musik machen und Zukunftsvisionen kreieren. Die Orchestermitglieder musizieren mit höchsten künstlerischen Ansprüchen, entwickeln für das Festival FREISPIEL experimentelle Konzertformate und touren regelmäßig in die größten Konzertsäle Europas und weltweit. Seit 2014 begleitet Jonathan Nott das Orchester als Erster Dirigent und Künstlerischer Berater.

 

URSPRUNG

Junge Deutsche Philharmonie

SOLISTIN
Fleur Barron, Mezzosopran

DIRIGENT
Sir Mark Elder

PROGRAMM
Zoltán Kodály (1882–1967): Tänze aus Galanta 
Luciano Berio (1925–2003): Folk Songs für Mezzosopran und Orchester (1964)
György Ligeti (1923–2006): Concert Românesc (1951) 
Béla Bartók (1881–1945): Konzert für Orchester

KONZERTE
SA 07.01.2023 / 20.00 Uhr Ludwigshafen, BASF-Feierabendhaus
SO 08.01.2023 / 18.00 Frankfurt, Alte Oper 

Videovorstellung der URSPRUNG-Konzerte durch Rémi Wjuniski, Cellist und Mitglied im Programmausschuss: https://www.youtube.com/watch?v=x7DJ7eyzK_Q

Link zur Dropbox mit Bildmaterial und Biografien: USPRUNG-Dropbox

Presseanfragen und Interviewkoordination 

Judith Zimmermann
Junge Deutsche Philharmonie
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Ulrike Wilckens, Benedikt Klauser
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